• Sanierung EFH Im Bergli
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    Südansicht

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    das Einfamilienhaus vor der Sanierung

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    Westfassade

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    Südfassade

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    Detailansicht Fenster Nordfassade

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    Westfassade und Fensterdetail

Sanierung EFH Im Bergli

Seit dem 29. September ist das Einfamilienhaus Im Bergli in Malters ein Preisträger: Das Gebäude wurde von der Solar Agentur Schweiz mit dem Schweizer Solarpreis 2015 ausgezeichnet. Publikationen dazu finden sie hier.

Das Einfamilienhaus ‚Fries-Widmer‘ Im Bergli 6, wurde im Jahre 1937 vom Architekten Werner Burri aus Luzern entworfen und gebaut. Die gut erhaltenen Bausubstanz, einhergehend mit architektonischen Qualitäten und die geschickte Grundrisskonzeption erlaubten es, dieses Haus mit vernünftigen Eingriffen, räumlich als auch hinsichtlich der Haustechnik, in die heutige Zeit zu überführen.
Die ganzheitliche Sanierung des in die Jahre gekommenen Einfamilienhauses, umfasste eine Totalsanierung der Gebäudehülle, Optimierungen im Innenausbau, wie auch die Erneuerung und Ergänzung der haustechnischen Installationen. Konkret wurden die Fassaden und das Dach von aussen aufgedämmt, die Fenster und die Eingangstüren ersetzt, eine Erdsonden-Wärmepumpe installiert, sowie eine Komfortlüftung eingebaut. Im Innenausbau entstanden moderne Nasszellen, welche so die bereits sanierten Bereiche, wie Küche, Ess- und Wohnbereich im Wohnkomfort verstärken.

All diese Massnahmen bewirkten, dass der jährliche Gesamtenergiebedarf um 80% auf gerade noch 9‘600 KWh gesenkt werden konnte. Die flächenbündig eingebaute Photovoltaikanlage, auf der nach Süden geneigten Dachfläche, vermag dreiviertel dieses Energiebedarfs zu decken. Durch die energetische Sanierung in Kombination mit  der Verwendung von ökologischen Materialien wurde ein Niedrigenergiehaus generiert, das auf eine Minerige-Kennzahl von weniger als Null kommt und somit das erste Minergie-A zertifizierte Umbauprojekt im Kanton Luzern ist.

Die Sanierung steigerte selbstverständlich nicht nur die Energieeffizienz und den Wohnkomfort sondern veränderte auch das Erscheinungsbild und die Architektur grundsätzlich. Die neue Fassade in Form einer silberfarbigen, offenen Rhomboidschalung in drei verschiedenen Dimensionen und in den Ecken auf Gehrung geschnitten, zeichnet das einfache Volumen mit klaren Linien. Die flächenbündig eingesetzten Schiebeläden für den Sonnenschutz unterstreichen die volumetrische Strenge und geben den Blick, je nach Position des Schiebeladens, auf das Fenster bzw. auf eine rot gestrichene Unterkonstruktion frei. Dieses Spiel der Schiebeläden steuert den farbigen Anteil der Fassade und lässt beliebige Erscheinungsbilder entstehen. Die Reduktion der Form und die scharf geschnittene, wandelbare Fassade überführt das 78-jährige Haus architektonisch und ästhetisch in die Gegenwart.